(Aus der Kolumne "Was ich so denk" , für die Oberpfälzer Tageszeitungen „Der neue Tag“," Amberger Zeitung“ und „Sulzbach-Rosenberger Zeitung“)
Was ist ein Glump? Ganz einfach: Glump kommt von Gelumpe und ist von der ursprünglichen Bezeichnung für Stoffabfall zu einem Generalbegriff für wertloses Zeug, Plunder – mancherorts auch Graffel genannt – aufgestiegen. Dass sich Glump auf Pump reimt, muss einen tiefenpsychologischen Hintergrund haben. Nichts verkauft sich so gut auf Pump wie Glump. „Auf Pump kaufen“ heißt ja, man leistet sich geliehenes (also gepumptes) Geld, das man nicht hat, um sich etwas zu leisten, das man sich leisten möchte, obwohl man nichts dafür geleistet hat.
Vor das gepumpte Geld hat der Gott der Hinterhältigkeit und der Geldverleiher keinen Schweiß gesetzt. Geldverleiher leihen sich Geld, das sie wieder weiter verleihen, erheben Leihgebühren, die sie wiederum woanders hin verleihen und verleihen sich mit ihrer Verleiherei ein hohes Ansehen, wegen dem ihnen wieder jemand anders Geld leiht, mit dem sie sich auf Leihbasis ihre riesigen Verleihhäuser und die gegenseitig verliehenen Geldverleihergehälter verleihen. Vom Geldverleiher gepumptes Geld muss sich der Pumpende also nicht erschwitzen, obwohl er doch laut biblischer Anweisung sein Brot im Schweiße seines Angesichts verdienen sollte. Geld für das man nichts getan hat, geht einem von der Hand wie Konfetti. Noch geschmierter geht es mit Kreditkarte, Abbuchung, Geldchip usw. So kann man nämlich Geld ausgeben, das es gar nicht gibt. „Buchgeld“ nennt sich das. Eine Bezeichnung aus dem Illusionszauberkasten der Finanzmafia für gigantische Geldsummen auf Seifenblasenkonten, in denen sich so viel echtes Geld befindet wie in der Blase Seife.
So – und jetzt kommt’s: Kauft man sich erstens von gepumpten Geld, das es zweitens gar nicht gibt, drittens ein Glump, das man weder abbezahlen noch weiter verkaufen kann, dann platzt die leere Geldbombe. Windige Kredite für noch windigeres Glump werden plötzlich zu dem Geld, das sie schon immer waren, nämlich gar keines. Von „auf Pump“ ist plötzlich nur mehr das „Glump“ übrig.
Das Glump wird einem auch noch abgenommen und verschwindet zum Ausschlachten im Pumpensumpf der Geldverleiher. Was bleibt dann noch vom „Glump auf Pump“? Der unverdauliche Rest von einem verschaukelten Kreditnehmerlein und der Steuerzahler, um die Geldverleiher-Luftschlangen wieder fett zu füttern. Rülps!



