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(Aus der Kolumne "Was ich so denk" , für die Oberpfälzer Tageszeitungen Der neue Tag“," Amberger Zeitung“ und „Sulzbach-Rosenberger Zeitung“)

Was ist eine Meddrobollregion? Ist doch völlig klar: Das ist ein Versuch, fränkisches Zungengewurschtel in Buchstaben darzustellen und heißt nichts anderes als Metropolregion. Was ist eine Metropolregion? Dasselbe ohne verdrehten Frankenmaullappen aber genauso unverständlich.

Metropolregion - viele Regionalgehirne kreisen derzeit verwirrt um diesen Begriff wie heimatlose Schmeißfliegen um fette Misthaufen. Vor allem die außermetropolnischen Bevölkerungsrückstände in weiten Teilen der Oberpfalz sind orientierungslos. Welcher Misthaufen ist der richtige? Mal stinkt’s von Franken her besser, mal stinkt’s aus der Münchner Richtung.

Der Gestank der Münchner Luftblasen, die immer als Duftwolken verkauft die oberpfälzer Schwarzhirnrinden seit Jahrzehnten erfolgreich vernebeln, ist hinreichend bekannt. Hier sollten die Geruchsnerven selbst bei den schwärzesten Oberministranten zwischenzeitlich im A..imer sein. Da rülpst der alles nach Oberbayern saugende Tafelschwamm gern die Floskel herauf, dass die Oberpfalz zusammen mit Niederbayern und Oberbayern doch Altbaiern sei. Das stimmt insofern, als dass die Oberpfalz in Bayern wirklich alt aussieht. Nicht nur wirtschaftlich. Auch das lebende Inventar altert vor sich hin. Das spärlich nachgezeugte Junggemüse verflüchtigt sich, kaum ausgebrütet, an den nächst besten Misthaufen. Dorthin, wo sich in Bayern der Mist am höchsten stapelt, in eine Metropolregion.

Außerhalb dieser Mistdunstglocken stellt sich für die Randkrustenbevölkerung die Frage, in Richtung welcher Anhäufung man seine Gebete verrichten sollte, um ein paar Odelrinnsale fürs eigene Ödland zu erflehen. Oder soll man sich hinsetzen und einen eigenen Haufen machen? Zum Beispiel einen bayrisch-böhmischen. Oberpfälzer Zoiglbier vermischt mit Pilsener Urquell. Zumindest an fettigem Glanz dürfte es dem Haufen, der da heraus kommt, nicht fehlen.

Der Oberpfälzer Wald – einst aus dem böhmischen heraus konstruiert - hieße dann endlich wieder Böhmerwald. Wer kennt nicht die bekannten böhmischen Dörfer? Plötzlich weiß die ganze Welt, wo die Oberpfalz liegt: In Böhmen! Na also: Der Durchbruch und Prag steht dem oberpfälzer Ostrand auch nicht ferner als München. Das oberpfälzer Randvolk enträndert sich, indem es jetzt denen den Steiß hinhält, die es mal am verlängerten können. Übrigens: Heute Mittag um fünf vor 12 treffen sich alle oberpfälzer Landräte, die ein Hirn haben, im Rasthaus Böhmerwald mit Karel Gott und dem Bischof von Pilsen und gründen den böhmischen Zirkel Eger-Waldnaab-Mies, also eine eigene Mätropolrägion. Dass eich auskennt’s! Nashledanou! Duben, duben!