(Aus der Kolumne "Was ich so denk" , für die Oberpfälzer Tageszeitungen „Der neue Tag“," Amberger Zeitung“ und „Sulzbach-Rosenberger Zeitung“)
Also: Die Bayern sind furchtbar g’scheit. Ich merk’s ja schon an mir. Wie oft staune ich über mich selbst. Da haut’s Fetzen aus mir heraus, wo ich sag’: „Schau a mal an! Mein lieber Freund! Wo des alles herkommt? Nicht zum glaub’n!“
Wohlgemerkt: Ich beschreibe hier nicht auf den Gehsteig prasselnde Resultate einer durch Döner oder durch sonst welchen außerbayerischen Saufraß hervorgerufenen Magenverstimmung. Hier ist die Rede von geisterfüllten bayerischen Gedankenblasen, die den bayerischen Menschen genauso leichtfüßig verlassen wie Gärgas das bayerische Rindvieh.
So mühelos produziert der Bayer hochwertiges Gedankengut, wo die Anderen nicht einmal hinschmecken können. Wer sind die Anderen? Na die „Andern“ halt - Gschwerl, Preißn, Annektierte, Ostler, Neulinke, Ungläubige, Nicht-CSUler und ähnliches außerbayerisches Gesogse. Was soll man diese tief unter bayerischem Niveau dahin vegetierenden Bevölkerungsteile lang aufzählen. Schad fürs Papier.
Und so was wählt auch noch die Bundesregierung. Na ja, man sieht ja wo man hinkommt. Überall liegen die Deutschen hinten. Eheschließungen, Waffenhandel, Kirchenbesucher, Schmiergelder, Geburtenraten, provisionsgesteuerte Auftragsvergabe für die Bauwirtschaft usw. – alles wär’ „am Hund im Bund“ gäbe es nicht – na was? – Bayern. In Bayern raucht der Kamin und wenn er auch kohlschwarz raucht und stinkt – „Hauptsach’ is, dass a raucht.“ In Bayern werden noch Werte vermittelt und „Mittel und Weg’“ gibt’s in Bayern immer.
Dafür sorgt schon die bayerische CSU. Sie steht in Bayern für „Geht nicht gibt’s nicht“ oder „Des wer’n ma scho seh’n, ob des net geht!“ und wenn das auch nicht geht, dann für „A weng wos geht immer.“ Deshalb kommt das Wort frustriert im Bayerischen nicht vor. Frustrierte gibt es bloß außerhalb des weißblaukarierten Kulturkreises, zum Beispiel in der Ostzone oder wie des heißt – mir doch wurscht. Die Dummheit soll hausen, wo sie will aber nicht in Bayern. Gott sei Dank und Deo gratias, bei uns ist die Welt in Ordnung - „dass ´s eich auskennt’s! Ja wenn alle so war’n wie mir, nacha gab’s überhaupt’s keine Probleme nicht! So schaut’s aus!“ Leider wählt die Dummheit in Deutschland mit und wenn’s mehr Dumme gibt als Bayern, dann kann das saudumm ausgehen.
Darum, liebe bayerische Landsleute, erfreuen wir uns unserer weißblaukarierten Intelligenz und lassen sie leuchten vor allem vor den slawisch-frustrierten Stämmen im Osten der dahinsiechenden „Bundesrepublik Deutschland außer Raum Bayern“. „Mir san mir und mir san Papst! Oder? Was wollt’s ´n überhaupts?“ Wenn aus uns was wird, dann bloß weißblaukariert!




