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LOB UND PREIS FÜR EINE GENIALE LÖSCHTRUPPE

"Altneihauser Feierwehrkapell'n" von E.ON Bayern ausgezeichnet - Mit brillantem Auftritt revanchiert
Artikel aus » "Der neue Tag" vom 27.10.2007

Unterschleißheim.
Der Ehrungs-Marathon dauerte über vier Stunden. Nicht eine Minute davon war langweilig. In Unterschleißheim bei München hat der Energieversorger E.ON Bayern seine Kulturpreise für das Jahr 2007 vergeben. Das Unternehmen bedachte dabei auch die Oberpfalz mit drei Trophäen.
Die neue Sport- und Tagungszentrumsanlage in der oberbayerischen Gemeinde lieferte den perfekten Rahmen für die heuer zum dritten Mal angesetzte Preisverleihung. 40 Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst wurden ausgezeichnet, namhafte Laudatoren standen dazu auf der Bühne. Unter ihnen Staatsminister Thomas Goppel, der Musiker und Moderator Werner Schmidbauer, der Nobelpreisträger Professor Wolfgang Huber und der Unternehmer Anton Kathrein. Insgesamt 170 000 Euro Preisgelder wurden überreicht.

Schräge Blechmusik

Die Oberpfalz war mit dabei, sie haute im wahrsten Sinn des Wortes bei dieser abendlichen Gala auf die Pauke. Für ihre unterdessen bayernweit bekannten Auftritte, in deren Verlauf sich schräge Blechmusik mit genial verfassten Reimen auf trefflichste Weise paart, erhielt die „Altneihauser Feierwehrkapll'n" aus Neuhaus (Kreis Neustadt/WN) den EON-Kulturpreis im Bereich der Kunst. Die Combo revanchierte sich anschließend mit einem Ständchen, das es erwartungsgemäß in sich hatte.
Neugier auf Neugirg: Erst stand der Löschtruppen-Kommandant mit seinen Männern im Zivilgewand auf der Bühne und nahm den vom Schwandorfer Künstler Peter Mayer geschaffenen Kulturpreis samt 10 000-Euro-Scheck entgegen, dann uniformierte sich die Truppe, zündete ein Feuerwerk aus Tönen und Reimen. Das war dann ein Finale, von dem man trotz voraus gegangenen Showauftritter der Superstar-Sängerin Elli Erl (sie kam mit neuer CD und Produzent Thomas Stein) und pointenreicher Song-Einlage von Werner Schmidbauer noch lange reden wird.
Neugirg ließ es krachen. Zunächst spießte er in Richtung des E.ON-Vorstandschefs Peter Deml die stattlichen Strompreiserhöhungen auf, dann reimte der Hauptbrandmeister: „So danken wir der Jury brav, dass uns der Kulturpreis traf. Die Oberpfalz, am Rand zu Böhmen, ist gewillt, das hinzunehmen". Danach lenkte Norbert Neugirg den Blick auf freistaatliche Befindlichkeiten und ließ vernehmen: „In Bayern gibt's schon schräge Vögel. Gerade das bläht Bayerns Segel."

17 Diplomandinnen und Diplomanden aus allen bayerischen Fachhochschulen wurden heuer für herausragende Leistungen mit jeweils 2560 Ewo bedacht. Unter ihnen befand sich die 25-jährige Diplom-Ingenieurin Marion Wedemann von der FH Amberg-Weiden. Sie hatte sich für ihre Diplomarbeit ein ebenso interessantes wie schwieriges Thema ausgesucht. Es lautete: „Untersuchungen zum Einflüss verschiedener Additive nasstechnischer Aufbereitungsprozesse in der Recycling-Industrie auf die Trennleistung der nachfolgenden elektrostatischen Kunststoff-Kunststoff-Separation nach triboelektrischer Aufladung." Das, befand die Jury, sei ein wichtiger Beitrag für neue Entwicklungen in der Recycling-Industrie gewesen. Unternehmer Anton Kathrein überreichte der 25-Jährigen den Preis.

Sonderpreis an Gernstl
Aus Kathreins Hand nahm auch Alexander Geißler (27) aus Roding die Auszeichnung entgegen. Der Diplom-Betriebswirt hatte an der FH Regensburg studiert und in seiner Diplomarbeit Handlungsempfehlungen für die BMW Group gegeben.

Den Sonderpreis des Wissenschafts- und Kunstministers erhielt der Dokumentarfilmer Franz-Xaver Gernstl. In seiner Laudatio sagte Thomas Goppel, Gernstl habe eine unverwechselbare Handschrift bei der Porträtierung von Mensehen entwickelt. Der Kunstpreis für den Bereich Oberfranken ging an die in Wurlitz wohnende Lyrikerin Nora-Eugenie Gomringer.

Quelle: » www.tvaktuell.com
Ohne Fleiß keinen Preis: Das wissen auch die Band-Mitglieder der Altneihauser Feierwehrkapell´n: In historischen Feuerwehrkostümen treten die Musik-Kabarettisten auf mit satirisch aufbereiteten Themen. Am 25. Oktober werden diese und zahlreiche andere Künstler in Unterschleißheim mit dem Kulturpreis Bayern des Energieversorgers E.ON ausgezeichnet.
Lorbeeren gab es viele: Die international gefeierte Opernsängerin Diana Damrau wurde heuer zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Seit 2001 gehört sie auch zum Ensemble der Salzburger Festspiele.

Der zweite Kulturpreis-Träger aus der Sparte Musik ist der gebürtige Amerikaner und schwäbische Gitarrist Franz Halász. Rund um den Globus gastiert auch er in allen Konzertsälen und doziert unter anderem als Professor an der Augsburger Musikhochschule.

Ebenfalls Lyrikerin Nora Eugenie Gomringer aus Oberfranken wird ausgezeichnet. Die Texte der 27-Jährigen zeichnen sich aus durch besondere Lebendigkeit und Witz.

Auch das Nürnberger Theater Mummpitz kann sich freuen über eine Preis für seine zahlreichen gelungenen Kinderstücke.

Stefan Eberstadt, Künstler aus München, bekommt einen E.ON-Auszeichnung für seine gelungene Kombination aus Skulpturen, Architektur und Design. Das Rucksack House ein begehbarer Raum von Stahlseiten gehalten begeisterte 2005 in Köln die Besucher.


Artikel aus » "Der neue Tag" vom 11.08.2007

Feierwehrkapell'n aus Neuhaus schuf mit Volksmusik und Kabarett neues Genre - Mittlerweile Kultstatus

Wer den mit insgesamt 170 000 Euro dotierten "Kulturpreis Bayern" der E.ON Bayern AG heuer erhält, ist entschieden: Für den Regierungsbezirk Oberpfalz gebührt der Altneihauser Feierwehrkapell'n die Ehre.

Ausgezeichnet werden auch heuer Kunst- und Kulturschaffende aus ganz Bayern sowie herausragende wissenschaftliche Leistungen der besten Absolventen der bayerischen Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen. Der Kulturpreis Bayern soll die kulturelle Vielfalt in den Regionen Bayerns erhalten und fördern. Jeweils ein Preisträger aus jedem Regierungsbezirk wird für sein künstlerisches Wirken mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet, der in der Sparte Kunst jeweils mit 10 000 Euro dotiert ist. Die Entscheidung über die Träger aus der Kategorie Kunst wurde von einer Fachjury getroffen.

Die sieben Preisträger aus den Bezirken sind: für Unterfranken die jüngste bayerische Kammersängerin Diana Damrau (Jahrgang 1971), für Oberfranken Nora-Eugenie Gomringer (Jahrgang 1980). Sie ist eine der hoffnungsvollsten jungen Lyrikerinnen des Landes. Gomringer wurde 2006 mit dem Kunstförderpreis des Freistaats Bayern in der Sparte Literatur ausgezeichnet. Für Mittelfranken das Theater Mummpitz. Seit rund einem Vierteljahrhundert steht das Theater Mummpitz für engagiertes und frisches Theater für Kinder aller Altersstufen und ist Veranstalter des internationalen Kindertheater-Festivals "Panoptikum". Für die Oberpfalz schließlich wurde die Altneihauser Feierwehrkapell'n in die Gilde der Preisträger aufgenommen. Diese Kapelle aus Neuhaus in der Oberpfalz um Norbert Neugirg ist einzigartig und hat bereits über Bayern hinaus besondere Beachtung gefunden, heißt es in der Begründung. Der Auftritt der Truppe in historischen Feuerwehrkostümen sei ein Erlebnis der besonderen Art und genieße nicht nur bei den Fans Kultstatus. Mit der gelungenen Mischung aus traditioneller Volksmusik und Kabarett hätten die Altneihauser ein neues Genre künstlerischer Unterhaltung geprägt.

Norbert Neugirg, den wir auf der Urlaubsinsel Borkum erreichten, zeigte sich überaus angetan: "Meine Mannen und ich haben uns gefreut wie verrückt. Die Jury ist davon überzeugt, dass wir den Preis verdient haben. Dann sind wir es auch."

Was die Altneihauser mit dem Preisgeld anstellen, wissen sie noch nicht. Neugirg kann sich vorstellen, es in die musikalische Fortbildung der Truppe zu investieren.