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Abend zu Ehren von Dr. Edmund Stoiber in der Bayerischen Vertretung in Berlin - I
(Konzept der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ – Verfasser Norbert Neugirg)

1. Auftritt
>>18.00 Uhr Einmarsch Colonel Bogey<<
In Bayerns Hauptstadt-Offizin
sprich: im Weißwustsenfpalast Berlin
bat der Standort-Pharao
Ramses über sein Büro
einen Riesen-Freibierhaufen
des Stoibers wegen aufzulaufen,
um vor dem Mann sich zu verneigen,
heute soll der Weihrauch steigen!
>>Bayerischer Defiliermarsch<<
Frau Kanzlerin gibt sich die Ehre,
auf dass es nun vorüber wäre,
trotz Wolfratshaus’ner Frühstücksschmerz,
Achtung für den Mann im Herz,
der ihr doch so manchen Tag
weißblau kariert im Magen lag.

And’rerseits war, umgekehrt,
auch sie ihm oft ein Klag’lied wert,
wenn Edmund in manch’ schwerer Stund
leiden musste wie ein Hund.
>>Angie<<
Gottlob hat sich das Hundeleben
Edmunds immer rasch gegeben
und, aus dem Hund zurück verwandelt,
wird gleich wieder weiß-blau gehandelt.

Kommt er aus dem Hund heraus,
gibt er sich als Löwe aus,
optimistisch, weiß und blau
und mit entsprechendem Radau.
>>Bayerischer Defiliermarsch<<
So nehm’ der Abend seinen Lauf
und Edmund Stoiber das in Kauf,
was ihm jetzt an Weihrauchschwaden,
im bay’rischen Vertretungsladen,
vor aller Augen präsentiert,
den Abend hier verräuchern wird.

Als nächstes wird der Ramses sprechen,
höchste Zeit um aufzubrechen!
Es bleibe da, wem das gefällt,
die Kapelle räumt das Feld!
>>Muß i denn, muß i denn……<<

2.Auftritt
>>Einmarsch Blechbüchsenmarsch – Formationschaos – Glory mit Prolog – Tusch<<
Geschätzter im Gezeitentheater
ausrangierter Landesvater,
verehrte und in dessen Butter
verfloss’ne liebe Landesmutter,
nachgerückte Würdenträger
und auserkor’ne Nachlass-Pfleger,
getreue Bundes-CSU-Indianer
und Edmund-Stoiber-Prätorianer,
liebe Hilfskochlöffel in der Suppe
der christsozialen Landesgruppe,
verehrtes, außerhalb der CSU,
vegetierendes Ragout,
geschätzte Hauptstadt-Journalisten,
die sie hier ihr Dasein fristen,
liebe Weißwurst-Tempelgäste,
es begrüßen Sie die letzten Reste,
respektive neun Gestelle
einer desaströsen Blechkapelle
aus der bayerischen Oberpfalz,
die fernab vom Münchner Schmalz
und von der Staatsregierung ignoriert,
an Böhmens Grenze vegetiert.
>>Wie Böhmen noch bei Öst’reich war<<

Die Kapelle ist das allerletzte.
Es handelt sich um Strafversetzte,
die, wenn sie sich ans Löschen machten,
was noch stand zum Einsturz brachten
und mit Musik jetzt und Gedichten
die CSU zugrunde richten.

Es kam, um beste Wünsche zu bestell’n:
„Die Altneihauser Feierwehrkapell’n“
>>Präsentiermarsch – Muppetshow<<
Edmund Rüdiger Stoiber
kam dank verhexter Räuber,
zuletzt erleichtert, aus dem Brei
der Bayerischen Staatskanzlei.

Ein guter Kutscher geht nicht unter,
muss er auch vom Kutschbock ´runter,
er findet einen and’ren Karr’n,
wo unter ihm die Gäule fahr’n,
denn er will jetzt mit dem Spaten
den Europa-Bürokraten
im Verordnungsmüll von Brüssel
als altes Fallbeil an den Rüssel.

Edmunds Fanclub geht zu Haus
bis jetzt noch davon aus,
dass sich nichts verschlimmert,
wenn er sich darum kümmert.

Pausiert er vom EU-Verhau,
pflegt er daheim die Ehefrau
oder richtet mittendrin
im Garten ein Blume hin,
derweil Frau Karin repariert,
was unter ihm zu Haus’ passiert
und so verlebt die Frau zu zwei’n
ihr Wochenend’ samt Sonnenschein.
>>Wochenend’ und Sonnenschein<<

Stoiber hofft für FC Bayern,
noch viele Siege mitzufeiern
und dass der Club recht oft verliert,
weil das den Beckstein ärgern wird.

Last not least hat Stoiber Enkel
als Großpapa am Senkel,
die zwischen den Europa-Gängen
sich fordernd an den Hintern hängen
und denen wird er ohne Zaudern
sein CSU-Latein vorplaudern
und, solang sie noch auf Opa hören,
sein Weltbild in weiß-blau erklären.

Wir wünschen für den Ruhestand
in erster Linie keinen Brand
und wenn doch, kein solch’ Malheur
wie diese alte „Feierwehr“,
denn wer im Leben sonst nichts kann,
der fängt auf Blech zu blasen an…….
Edmund Stoiber Glück auf! – Ausmarsch >>You are my sunshine“<<

3.Afutritt
>>Einmarsch „The Entertainer“<<
Hochverehrter Gästerest,
damit der Appetit nachlässt,
schickt Ramses uns zum dritten Mal
zu ihnen in den Weißwurstsaal,
vermutlich um den Saal zu räumen,
nicht dass die Kosten überschäumen.

Musikalisch – es ist seine Art –
hat der Ramses schwer gespart,
denn er meinte für die Gäste
braucht es nicht, das Beste
und hat – seinem Charme verpflichtet –
bewusst auf Qualität verzichtet.

Man hat sich an den alten
CSU-Grundsatz gehalten:
Wurscht, was auf der Bühne steht,
Hauptsache die Zeit vergeht!
>>Fliegermarsch<<
Auch Erwin Huber sprach so nebenbei,
dass man besser sparsam sei,
nicht dass der Stoiber wiederkäme,
wenn man etwas teu’res nähme.

Die Sparsamkeit im Vordergrund,
traf uns der CSU-Befund
und es gelang ihr, unerschrocken
den Haufen nach Berlin zu locken,
der dieser Stoiber-Nacht akustisch jetzt
den allerletzten Stoß versetzt
und diesem Ständchen auszuweichen
wird zur Flucht die Zeit nicht reichen.

Es spielt die „Feierwehr aus Altneihaus“
und wer’s noch schafft, der lauf’ hinaus,
wer nicht, der bleibt, wenn auch nicht gern,
wir müssen’s uns ja auch anhör’n.

Wir danken Ihnen im Voraus
für den berechtigten Applaus.
Im Namen aller in der Bude:
Edmund Stoiber – Alles Gute!
Die Kapelle wird noch was herunterleiern –
es grüßt der Operpfälzer Wald in Bayern.
>>Fuhrmannslied <<