Fastnacht in Franken 2010
(Beitrag der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ – Verfasser Norbert Neugirg)
(Gesang alle)
Ach wie herrlich ist es in Franken,
Franken ist wunderschön
und die Franken im schönen Franken
sind so herrlich anzuseh’n,
Franken, Franken, hoch lebe Franken,
Franken hint’ und Franken vorn,
ich hab mein Herz in Franken, Franken, Franken
in Franken verlor’n.
Gelobt sei Franken, das uns rief,
die Oberpfalz verbeugt sich tief,
(Verneigung)
O heiliger Sankt Florian,
schau dir den Saustall Bayern an:
Hadernflechter, Kärtner und Kroaten,
Milliarden Steuergeld verbraten!
O Schutzpatron befreie Franken
von Seehofer und Landesbanken,
von Bayern und Milliardenschand’,
Sankt Florian heb’ die Segenshand,
mach’ Franken rasch zum Bundesland,
bewahre Franken vorm Verderben
und lass’ an Landesbank und Scherben
nur den Rest von Bayern sterben.
bend und Grüß Gott beinand…
Guten Abend und Grüß Gott beinand!
(Alle): Gott Grüß im schönen Frankenland!
(tiefe Verbeugung in den Saal)
Mein hochverehrter, blitzgescheiter
Herr Franken-Fastnachts-Sitzungsleiter.
(tiefe Verbeugung in Richtung Bernd Händel)
Erlauchtes fränkisches Fastnachtskombinat,
geschätzter rot-weiß karierter Magistrat
der lieblichen fränkischen Flächen
im Glanz des fränkischen Rechen.
(tiefe Verbeugung in Richtung Elferrat)
Zuhöchst verehrte, strahlend helle
geliebte fränkische Staatskapelle
von urfränkischem Schlag,
geschätzter fränkischer Kapellmeister aus Prag,
(tiefe Verbeugung in Richtung Saalkapelle)
und über alles, ohne Schranken,
von der Oberpfalz (Kusshand Richtung Saal) Alle: geliebte Franken.
Die eben gehörte Einleitung präsentierte Ihnen der Fastnacht-Verband und die „Partei für Franken“.
Für die Inhalte sind die auftraggebenden Parteien verantwortlich. Sie spiegeln nicht die Meinung der Kapelle wieder.
Von Form und Inhalt der Darbietung distanzieren wir uns.
Wir bedanken uns diskret für die großzügige Spende.
Die anderen Mitwirkenden der Sendung werden davon nichts erfahren.
Doch nun zum eigentlichen Programm (wirft den Frankenzettel weg):
Schon wieder ist ein Jahr herum
und schon wieder so ein Publikum:
Größenwahnsinnige Franken, wie immer,
jedes Jahr wird’s schlimmer,
viel fränkische Prominenz,
wenig Intelligenz,
eine Geisterbahn elf alter Krauterer
mit einem Obersitzungsplauderer,
Frankens Marter für die Trommelfelle:
die Pavel-Sandorf-Saalkapelle,
Politiker mit und ohne Talent,
und ein Ministerpräsident,
der trotz verstrich’ner Jahresfrist
immer noch derselbe ist,
Herr Seehofer, mit ihnen habe ich heuer nicht mehr gerechnet, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Weiter wären aufzulisten,
viele, die nicht da sein müssten:
Diverse kamerasüchtige Politikerklassen,
die sich trotz Landesbank noch blicken lassen,
und – wie alle Jahre wieder –
genau die Kabinettsmitglieder,
auf die – dank ihrer Arbeit, die sie da verrichten –
die Münch’ner drunten gern verzichten –
Söder, Herrmann, Zeil,
wo sie nicht sind, bleibt Bayern heil.
Mit Verlaub – der Anblick dieser drei
ist von Schönheit völlig frei,
Sexappeal wie eine Friedhofsmauer,
zum Ausgleich kam Frau Haderthauer.
Wir begrüßen Georg Schmid,
der heut’ die Landesbank vertritt.
Die SPD will ja mit allen Mitteln
in Sachen Landesbank den Schorsch abschütteln
und für das folgende Couplet
gab’s eine Spende von der SPD.
Bye, bye Schorschi
(Gesang: Thomas, Peter, Ludwig, Stefan)
Zu Guttenberg, der ölige, schlanke,
aristokratische Haar- und Waffenölfranke
und der einzige Franke im Staat
von brauchbarem Format,
der durch einwandfreies Deutsch besticht,
kein fränkisches Gegatze spricht,
weil er nicht auf der Zunge kaut
wie auf einer Bratwursthaut,
dieser Guttenberg, den alle lieben,
ist heute Abend fern geblieben.
Sein Haargel hält nach eigenem Bekunden
nicht so viele Stunden
wie sich hier in langen Phrasen
die Franken wieder selbst aufblasen
und den Nichtfranken, die Fernseh’n schau’n,
den Abend und ´s Programm versau’n.
Zu Guttenberg weilt anderwo,
Respekt, der Mann hat halt Niveau!
Lied: Preußens Gloria
Politiker, die Stil aufweisen,
vermeiden es hierher zu reisen:
Veitshöchheim heißt das Frankennest,
wo sich sonst keiner blicken lässt
und fährt man in den Ort hinein,
fällt einem nur ein Titel ein:
Lied: Das Lied vom Tod
Die Melodie, die Sie soeben hörten,
will jetzt auch die CSU verwerten,
auf dass der Kurs, zu dem die CSU tendiert,
auch musikalisch untermauert wird.
Die Oberpfalz begrüßt in voller Pracht
die Queen der Franken-Fasenacht,
die fränkische Löwin mit fränkischen Pranken,
das blaue Wunder von Franken,
Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm,
die diesmal nicht um ihren Posten kam,
da der Rinderwahn in diesem Jahr
eine Schweinegrippe war.
An der Schweinegrippe sollte, streng genommen,
jeder Deutsche mal ums Leben kommen,
so hat’s zumindest über Wochen
die Impfmafia versprochen.
Das Versprechen wurde nicht gehalten,
es überlebten alle möglichen Gestalten:
Banker, Politiker und Franken in Massen,
man kann sich halt auf nix verlassen!
Deutschland kaufte gleich im Großen
zig Millionen Impfstoffdosen,
die jetzt keine Sau mehr braucht,
der Schweinewahn ist längst verraucht,
wurde doch dem Volk schnell klar:
Unterm Strich ist’s bloß ein Sau-Katarrh!
Und die Moral von der Geschicht’:
Wenn man so Seuchen uns verspricht
wie Rinder-, Vogel-, Schweinewahn,
dann ist das bloß ein Umsatzplan
der Impfmafia für Pandemrix,
sprich: Ein Geschäft und weiter nix!
Nun – wie dem auch sei –
diesmal ging der Wahn vorbei
und Frau Stamm sitzt auf dem Landtagsthron
wie Bayerns Reichstagskuppel in Person.
Barbara Stamm, eine modische Frau
kam dieses Jahr mal nicht in Blau,
der blaue Kittel blieb im Schrank,
es ist das Blau der Landesbank.
Hypo Alpe Adria,
knapp vier Milliarden, nix mehr da,
keiner weiß, wie es geschah,
kann passieren – tralala.
Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer sind die schlau’sten Hund im Land?
Die Bayern sind es weit und breit,
doch Öst’reich ist noch mal so gscheit!
Lied: O du mein Österreich
(Gesang alle)
O du mein Österreich, Österreich
so ein Millardenstreich, so ein Streich
da wird der Schmid Schorsch bleich
und Österreich so reich.
Bravo Öst’reich, küss’ die Hand,
die Deppen sitzen hierzuland’
die größten Rindviecher und Kälber,
sind halt doch wir Bayern selber.
Bayern zahlt mit Steuergeld
Yachten für die Unterwelt,
ja das wird ja immer schöner,
zu geht’s wie beim Italiener!
Bei der bayerischen Bankaufsicht
nimmt die Mafia jetzt schon Unterricht!
In Bayern läuft es zwischenzeitlich so geschmiert,
als ob der Berlusconi hier regiert.
Italiens Jungfern-Körperscanner Berlusconi
hat braunes Haar wie Mahagoni.
Er trägt sein Haupthaar voller Stolz,
und auch darunter – alles Holz!
Dolce Vita – was kostet die Welt -
auch wenn sie anderswo zusammenfällt!
Berlusconi lebt’s uns vor,
hier seine Moni und der Chor.
(Gesang auf die Melodie Tiritomba – Vorspiel Kapelle)
Stummi (großer Trommler)
Ich bin die gut bezahlte, geile Porno-Moni
vom alten Silvio Berlusconi
Chor (Ludwig, Stefan, Peter, Thomas)
Er ist die gut bezahlte, geile Porno-Moni
vom alten Silvio Berlusconi
Stummi
Der Berlusconi ist so scharf wie Peperoni
aber meistens streikt sein Toni
Chor
Beim alten Silvio Berlusconi streikt der Toni?
So was sagt man doch nicht, Moni!
Stummi
Schöner Silvio Berlusconi, keiner kann es mit den Frauen so wie du,
denn dein Toni, Berlusconi, gönnt den Frauen sehr viel Ruh’
Chor
Schöner Silvio Berlusconi, keiner kann es mit den Frauen so wie du,
denn dein Toni, Berlusconi, gönnt den Frauen sehr viel Ruh’
Stummi
Streikt der Toni, dann hol ich die Jungfrau Vroni
und die Jungfrau’n Lu und Loni
Chor
Streikt der Toni, dann holt er die Jungfrau Vroni
und Jungfrau’n Lu und Loni
Stummi
Denn bei Jungfrau’n wird er wie ein Macaroni
und für Jungfrau’n zahlt er Boni
Chor
Denn bei Jungfrau’n wird er wie ein Macaroni
und für Jungfrau’n zahlt er Boni
Stummi
Papa Silvio, Papa Silvio, Papa Silvio holt uns von der Schule ab,
prima Silvio, bello Silvio und er zahlt uns nicht zu knapp
Chor
Papa Silvio, Papa Silvio, Papa Silvio holt sie von der Schule ab,
prima Silvio, bello Silvio und er zahlt sie nicht zu knapp
(Tiritomba – Nachspiel der Kapelle)
Das war ein Einblick in die Lebensweise
tüchtiger Personenkreise,
die das Finanzsystem zu nutzen wissen:
Hat eine Bank ins Gras gebissen,
muss man vorher so agieren,
dass sich Pleiten auch rentieren,
dann kann man frei von Sorgenfalten
sich solche leichte Weiber halten.
(alle deuten auf Stu)Liebe Franken, liebe normale Leute,
von Franken haben wir genug für heute,
die Oberpfalz wird sich jetzt schleichen,
Ihnen wird es reichen,
uns reicht’s schon längst – ich danke sehr
die „Altneihauser Feierwehr“!
Wird Franken Bundesland, das sag’ ich gleich,
dann sind wir nächstes Jahr in Österreich,
denn Öst’reich ist in Sachen Geld
um Längen besser aufgestellt,
die zahlen besser, sind patenter
und was man hört intelligenter.
Lied: Hoch- und Deutschmeister Trio
Absage Bernd Händel mit Spruch über die Oberpfalz
Dazu fällt mir nur noch ein Bibelzitat ein
frei nach Matthäus 9 Vers 12
„Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes sondern die Franken!“
+ Ausmarsch (Lied: Tipperary)